VAST 4.0 dank Meetrics und smartclip; Reorganisation bei Publicis

ExchangeWire bündelt die wichtigsten Nachrichten aus der Region DACH. Diese Woche: Meetrics und smartclip setzen VAST 4.0 für Spiegel Media um; Reorganisation mit neuem DACH-Chef bei Publicis Group; und Neues Kapital für MediaMath.

Meetrics und smartclip setzen VAST 4.0 für Spiegel Media um

Mehr Inventarkontrolle dank neuer Branchenstandards: Der Spiegel setzt jetzt auf die Ad Verification-Messung nach VAST 4.0-Standard, bei dem im Gegensatz zu bisherigen VPAID Standard die Entkopplung der Messskripte von der Werbemittelauslieferung und -kontrolle die Latenzzeiten und Inventarverluste deutlich verringert werden. Für die Umsetzung sind die Technologiepartner nexx.tv, Viewability-Tracking-Anbieter Meetrics sowie Videospezialist smartclip verantwortlich, die gemeinsam einen VAST 4.0 Ad Verification Code für den Spiegel-Videoplayer entwickelt haben.

„Der deutsche Markt scheint im Vergleich zu den USA bei digitalen Standards und Lösungen immer leicht hinterher zu hängen – bei VAST 4.0 ist das anders. In den USA entwickelt, aber noch längst nicht gesetzt, stellen wir uns gemeinsam mit IP Deutschland in Deutschland und Europa an die Spitze der Bewegung. Es ist unser Ziel, Sichtbarkeitsmessungen für alle Inventare so effektiv wie möglich für beide Seiten, Supply und Demand, umzusetzen. Dank des hervorragenden Teamworks ist es uns gelungen, eine Vorstufe zu übergreifender VAST 4.0 Ad Verification-Messung mit allen Anbietern zu entwickeln, die gleichzeitig vor dem VPAID-Missbrauch im Bereich Ad Verification schützt. Wir werden die Entwicklungen von Messstandards für alle Videoangebote maßgeblich weiter vorantreiben“, so Oliver Vesper, Geschäftsführer, smartclip und SpotX Deutschland.

Laut Spiegel konnten in den Live-Tests bereits deutliche Sichtbarkeitssteigerungen mit VAST 4.0 verzeichnet werden. So habe die Viewability-Rate mit 82% beim jüngsten Live-Test über dem Marktdurchschnitt gelegen. Die Ad Verification-Messungen im Online-Portfolio für Video von Spiegel wird derzeit nur von Meetrics angeboten. Die Integration der Lösung von Tracking-Anbieter Moat befindet sich jedoch schon im Test. André Pätzold, Leiter Vermarktung, Spiegel Media: „Die Messung der Sichtbarkeit der Werbemittel ist nicht nur für Werbungtreibende zur Priorität geworden, sie ist auch ein Schlüsselaspekt für unsere Premium-Angebote. Die VAST 4.0-Integration ist außerdem Bestandteil unserer Transparenzoffensive, bei der Brand-Safety- und Anti-Fraud-Maßnahmen im Mittelpunkt stehen.“

Die vollständige Integration im Open Source SDK ist bis Ende des Jahres 2018 geplant.

Reorganisation mit neuem DACH-Chef bei Publicis Group

Nach erfolgreichem Test im heimischen französischen Markt sowie Großbritannien weitet Publicis sein Organisationsmodell nun auf insgesamt acht Schlüsselmärkte aus. In der neuen Struktur sind die Schlüsselmärkte Nordamerika, Großbritannien, Frankreich, DACH, Nord & Mitteleuropa, Südeuropa, APAC & Naher Osten/Afrika und Lateinamerika.

Justin Billingsley, Publicis

Die einzelnen Schlüsselmärkte erhalten eigene Leadership-Teams – ein Schritt, um die Silobildung zu verhindern, so das Unternehmen. Darüber hinaus solle über die neue Struktur die Organisation wirksamer geleitet und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg effektiver gemacht werden. Für Publicis in Deutschland wurde bereits eine Führungsmannschaft zusammengestellt, die unter der Leitung von Justin Billingsley die Geschäfte führt.

„Wir freuen uns, die Erweiterung unserer Länderorganisation bekannt zu geben, die auf den Erfolgen basiert, die wir bereits in einigen unserer Schlüsselmärkte wie Frankreich und Großbritannien gemacht haben haben,” kommentiert Arthur Sadoun Chairman und CEO, Publicis. „Wir vervollständigen schrittweise unsere Umwandlung zu einer Plattform.” Die Reorganisation sei notwendig geworden, um das richtige Gleichgewicht zwischen den globalen Ansätzen des Unternehmens und den einzelnen Länderlösungen zu finden. „Aus diesem Grund ist dieser Schritt ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg und wird unser Modell stärken.”

Neues Kapital für MediaMath

Der Unternehmenssoftwareanbieter MediaMath streicht neues Kapital ein. Die Finanzierung in Höhe von 225 Millionen US-Dollar soll in Technologie und Personal investiert werden, so MediaMath, darunter auch Investitionen in die Erweiterung von MediaMath DSP und DMP. Die Finanzierung wird unter anderem von Searchlight Capital bereitgestellt.

So soll die Finanzierung laut Mediamath in zwei Tranchen erfolgen, um sowohl organische als auch anorganische Wachstumsinitiativen möglich zu machen. Dabei soll sowohl der Identity Stack als auch die Consumer-Touchpoint-Infrastruktur neu aufgestellt werden. Darüber hinaus möchte MediaMath sich auch auf KI konzentrieren und die Verbreitung von künstlicher Intelligenz anschieben.

„Die Marketing-Branche hat einen Wendepunkt erreicht: Verbraucher konzentrieren sich mittlerweile überwiegend für digitale Connected Devices. Dennoch gibt es noch immer Herausforderungen, die Marketer mit den Verbrauchern zu verbinden“, so Joe Zawadzki, CEO von MediaMath.

Mit der aktuellen Finanzierungsrunde verfügt MediaMaths insgesamt über mehr als 500 Millionen US-Dollar Kapital.