Smaato und APS kooperieren; Mobile Ad Fraud nimmt signifikant zu

ExchangeWire bündelt die wichtigsten Nachrichten aus der Region DACH. Diese Woche: Zugriff auf Amazon Publisher Services für Smaato-Partner; Signifikante Zunahme von Mobile Fraud; und Partnerschaft zwischen styria digital one und video intelligence.

Zugriff auf Amazon Publisher Services für Smaato-Partner

Smaato reagiert auf Feedback von Publishern und geht eine Kooperation mit Amazon Publisher Services (APS) ein, die den Zugriff auf das Inventar des Transparent Ad Marketplace von Amazon für Smaatos In-App-Demand-Partner bereitstellt. Dank der Server-zu-Server-Integration können sich APS-Publisher mit der In-App-Nachfrage von Smaato verbinden, um Inhalte zu monetarisieren.

Im Gegenzug erhält Smaato Zugang zu einer breiten Palette von Inventar. „Wir freuen uns, Smaatos Premium-Demand-Partnern im mobilen Bereich auf Publisher auszuweiten, die den Transparent Ad Marketplace nutzen. Damit führen wir unsere Rolle als Early Adopter von Integrationen und Partnerschaften, die unseren Kunden nutzen, konsequent fort“, so Ragnar Kruse, CEO und Mitgründer, Smaato. „Für unsere Demand-Partner im Mobile-Only-Bereich ist es essenziell, ihre Zielgruppe in Apps zu erreichen, mit denen ihre Kunden ihre Zeit verbringen. APS hilft uns dabei, Smaatos globale Reichweite auszubauen.“

„Durch Smaatos Integration in den Transparent Ad Marketplace bieten wir unseren Publishern starken Demand mit einem globalen Footprint. Wir streben danach, unseren App-Publishern bei der Monetarisierung ihres Contents zu helfen, indem wir ihre Nutzer mit den Marken verbinden, die diesen am wichtigsten sind. Mit dem Zugang zu Smaatos globalem Mobile-first-Demand können wir ihnen genau das bieten”, ergänzt Ken Leeder, GM, Amazon Publisher Dienstleistungen.

Gemeinsam mit dem IAB hat Smaato übrigens jetzt die Veröffentlichung einer In-App-Einwilligungslösung angekündigt, die als Referenz für die In-App-Werbebranche gedacht ist, um die Marktteilnehmer bei der Einhaltung der neuen EU-Regelungen zu Datenschutz und Privatsphäre zu unterstützen.

Signifikante Zunahme von Mobile Fraud

Mithilfe der Analyse von über 3,43 Milliarden App-Installationen sowie der Verarbeitung und Analyse von 125 Terabyte Daten pro Tag aus mehr als 20.000 Apps, stellt das auf Mobile spezialisierte Messunternehmen Adjust fest, dass sich die Betrugsquoten im Bereich Mobile erneut signifikant erhöht haben. Die Adjust-Datenstudie für das erste Quartal 2018 zeigt, dass sich die Betrugsraten bei mobilen Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt haben.

Beim Analysieren der Daten aus der Fraud Prevention Suite von Adjust stellten die Berliner fest, dass 7,3% aller bezahlten Installationen als betrügerisch abgelehnt wurden. Die Ad-Betrüger bedienen sich dabei Methoden wie dem SDK-Spoofing (37%), Click Injection (27%), vorgetäuschte Installationen (20%) und Click Spam (16%). Die jetzt ermittelten Zahlen seien jedoch nur die Spitze des Eisbergs, so Andreas Nauman, Fraud Specialist, Adjust: „Natürlich zeigen die Betrugsraten, die wir bei aktiven Ablehnungen sehen, nur das Ausmaß des Betrugs für Werbetreibende, die sich tatsächlich schützen wollten. Die Gesamtmasse vermeidbaren Betrugs ist jedoch deutlich höher. Die Anzahl der nicht gemeldeten Fälle, in denen Werbetreibende Opfer von Betrug mit mobilen Anzeigen wurden, ist zweifellos eine sehr hohe Zahl.“

Die Mobile-Betrüger konzentrieren sich insbesondere auf den Bereich E-Commerce, in dem 40% der gesamten von Adjust abgelehnten Installationen gezählt wurden. Weitere besonders stark betroffene Bereich sind Games mit einer Ablehnungsrate von 30% und Travel mit 10%.

Android-Geräte sind doppelt so häufig von Mobile-App-Installationsbetrug betroffen als iOS-Mobilgeräte, so Adjust. Hier spiegelt sich jedoch nicht nur die weitaus größere Zahl von Android-Geräten in der Nutzung wider, sondern auch die Tatsache, dass einige Betrugsarten ausschließlich Android-Geräte betrifft, wie zum Beispiel Click Injection. Dieser Betrugstyp tritt nur bei Android-Geräten auf, ist jedoch auf 33% aller abgelehnten Installationen zurückzuführen.

„Der anhaltende Status quo, den Betrug bei der Verbreitung von mobilen Anzeigen zu ignorieren, bleibt das schwächste Glied und die größte Herausforderung für unsere Branche im Jahr 2018”, fasst Christian Henschel, CEO und Mitbegründer von Adjust, zusammen. Im nächsten Schritt wolle Adjust dazu beitragen, den Markt über die verschiedenen Betrugsarten aufzuklären, damit die Marktteilnehmer sich besser verteidigen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen können, um Betrug frontal zu bekämpfen.

Partnerschaft zwischen styria digital one und video intelligence

Die Vermarktungsgemeinschaft styria digital one und die Schweizer Contextual-Video-Plattform video intelligence geben ihre Kooperation bekannt, dank derer styria künftig in Österreich als Ansprechpartner und Vermarkter von video intelligence fungiert. Dabei setzt styria video intelligences neues Produkt „vi stories“ ein, ein kontextueller Videoplayer mit zum redaktionellen Umfeld passenden Videos und darauf zugeschnittener Videowerbung.

„Durch ‚vi stories‘ können wir unseren Werbekunden nun zusätzliche Premium-Umfelder mit genau der richtigen Zielgruppe bieten – eine für uns wertvolle zusätzliche Monetarisierungsquelle. Im nächsten Schritt wollen wir ‚video stories‘ mit unserer Data-Management-Platform verknüpfen, um Videos spezifisch nach User-Interesse ausspielen zu können“, erklärt Xenia Daum, Geschäftsführerin, styria digital one, die Zusammenarbeit.

So werde der Player Schritt für Schritt auf den Portalen von styria digital one integriert. Ziel sei, mit Hilfe von vi stories das Content-Angebot auf den Portalen zu erweitern und das Werbeumfeld für die Advertiser aufzuwerten.