Wachstum für Online-Audio in Deutschland; IAB DSGVO-Framework

ExchangeWire bündelt die wichtigsten Nachrichten aus der Region DACH. Diese Woche: Online-Audio boomt; IAB will Feedback für DSGVO-Leitfaden; und Option für Erstpreis-Auktion bei Improve Digital.

BVDW: Online-Audio boomt

Carsten Achterfeld, Fokusgruppen Audio, BVDW

Die Zukunft von Audio ist digital. Nach Erkenntnissen des BVDW boomt der Online-Audio-Werbesektor. Carsten Achterfeld, Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Audio im BVDW: „Der Online-Audio-Markt wächst derzeit sehr dynamisch und wird nochmal einen deutlichen Schub durch die Smart Speaker von Google, Telekom, Amazon und Co. erhalten. Neben Sprachsteuerung lauten die Top-Trends derzeit Podcasts und Programmatic Audio.“

Der BVDW stützt seine Einschätzung auf die aktuellen Marktzahlen. Demnach beliefen sich die Werbeausgaben für digitale Audiowerbung im Jahr 2017 auf 35 Millionen Euro – damals ein Wachstum von 40%. Tendenz steigend: Auch für das erste Halbjahr 2018 rechnet der BVDW mit einem Wachstum in Höhe von 40% auf 49 Millionen Euro.

Schon im Januar 2018 hatte der BVDW Programmatic Audio als den entscheidenden Trend im Audiobereich zitiert. Audio liege nun mit anderen Mediengattungen gleich auf, bedürfe aber auch der Aufmerksamkeit von Medienplanern, die sich mit neuen Planungsparametern und Zielgrößen auseinandersetzen und in Datenerhebung investieren müssten.

IAB will Feedback für DSGVO-Leitfaden

Der Branchenverband IAB hat einen ersten Entwurf seines Rahmenplans zum Umgang mit der EU-DSGVO herausgegeben. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung fordert das IAB nun die Branchenplayer auf, über Feedback auf die Festlegung von Standards an dem Leitfaden mitzuwirken. Als nichtkommerzielle Open-Source-Initiative soll das Framework Mitte April veröffentlicht werden – rechtzeitig für die Ende Mai in Kraft tretende DSGVO.

Das vom IAB entwickelte Framework ist ein Versuch der Industrie, Standards zu setzen, die die Einhaltung der EU-Datenschutzvorschriften sicherstellen. Als solcher richtet sich der Leitfaden mit Hinblick auf die verschiedenen Kanäle und Formate der digitalen Werbung an europäische und andere in der EU tätige Unternehmen.

Dem IAB zufolge umfasst das jetzt veröffentlichte Framework technische Spezifikationen, die Unternehmen und Verbrauchern eine größere Kontrolle über und einen dynamischen Einblick in die Unternehmen ermöglichen, die auf die personenbezogenen Daten von Verbrauchern in der EU zugreifen und diese verarbeiten. Das Framework enthält darüber hinaus eine Liste von Drittunternehmen, die auf Daten zugreifen, sowie eine Reihe von Richtlinien zur Standardisierung der Datennutzung.

Aktualisierungen der technischen Spezifikationen werden von einer Arbeitsgruppe des IAB Tech Lab durchgeführt. Unternehmen können bis 8. April 2018 Feedback an das IAB richten.

Option für Erstpreis-Auktion bei Improve Digital

Improve Digital bringt eine neue Option für seine Nutzer. Die Plattform bietet nun die Wahl zwischen Erst- oder Zweitpreisauktion als Teil des Bid Request. Ziel: neue Trade- und Monetarisierungsmöglichkeiten .

Jan Willem Borsboom, VP Enterprise Solutions, Improve Digital, zu ExchangeWire über die Wirkung der Erstpreisauktion für die Branche: „Publisher erhalten endlich eine realistischere Bewertung des wahren Wertes einer Impression. Versteckte Margen werden unmöglich, da jeder zusätzliche Cent transparent sein muss.“

In anderen Worten: Die Erstpreisauktion spiegelt den Wert des Inventars wider und ermöglicht damit auch einen transparenteren Auktionsprozess im Vergleich zur Zweitpreisauktion. Mit dem höchsten Gebot, das in einer Erstpreisauktion umgesetzt wird, sind alle weiteren Gebühren offen und transparent.

Sebastiaan Moesman, CEO, Improve Digital

Laut Sebastiaan Moesman, CEO, Improve Digital, eröffnet die Wahl zwischen Erstpreis- und Zweitpreisauktion die Werbebudgets für mehr programmatischen Handel: „Ein Erstpreis-Auktionsszenario kann Werbetreibenden mehr Vertrauen in ein programmatisches Ökosystem geben, in dem der Preis vorhersehbar und stabil ist. Die Anbieter profitieren von einem klaren Einblick in das, was ihr Inventar wert ist. Dieses Erstpreis-Auktions-Modell nach dem Motto “You get what you pay for“ bietet einen transparenten, vorhersehbaren und zuverlässigeren Marktplatz.“

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