Digitale Werbung wächst; Iponweb baut Deutschlandgeschäft aus

ExchangeWire bündelt die wichtigsten Nachrichten aus der Region DACH. Diese Woche: Wachstumskurs für digitale Werbung in Deutschland, Iponweb investiert in deutschen Markt, und Genauere Adblocker-Messung in Deutschland.

Wachstumskurs für digitale Werbung in Deutschland

Digitale Werbung läuft in Deutschland besser als gedacht. Der OVK blickt zurück auf das Jahr 2017 und stellt fest, dass die Wachstumsprognosen vom vergangenen Jahr noch übertroffen wurden.

Rasmus Giese, OVK

Während im Jahr 2016 noch ein Gesamtbetrag von 1,785 Milliarden Euro an Nettowerbeinvestitionen erhoben wurde, erhöhte sich die Summe im Jahr 2017 inklusive Desktop und Mobile auf 1,928 Milliarden Euro. Das ist eine Verbesserung von acht Prozent. Auch die einzelnen Monatsumsätze waren jeweils höher als noch im Vorjahr.

Vor allem Mobile und Video seien nach wie vor die Wachstumstreiber, so der OVK. Rasmus Giese, Vorsitzender, OVK: „Auch in der zweiten Jahreshälfte 2017 konnten wir weiterhin eine starke Entwicklung der Nettowerbeinvestitionen in digitale Display-Werbung mit den außerordentlich erfreulichen Monaten November und Dezember erkennen.“

Die Entwicklung des vergangenen Jahres gibt Anlass zu optimistischen Prognosen auch für 2018. So erwartet der OVK eine Steigerung der Wachstumsrate auf zehn Prozent. Die Bewertung des gesamten digitalen Werbemarkts könnte damit im laufenden Jahr 2,121 Milliarden Euro betragen.

Iponweb investiert in deutschen Markt

„Deutschland ist ein zentraler Standort für Iponweb mit wichtigen Geschäftspartnern und Kunden“, sagt Shane Shevlin, General Manager EMEA, Iponweb. Grund genug für den Tech-Entwickler seine Aktivitäten auf dem deutschen Markt auszuweiten: Das Unternehmen schafft eine neue Position, über die nicht nur die Bestands- und Neukunden bedient werden sollen, sondern das Deutschlandgeschäft entscheidend weiterentwickelt werden soll.

Henning Strohschnieder, Iponweb

Den Posten als Leiter des Customer Solutions Team D-A-CH übernimmt Henning Strohschnieder. Im Zentrum seiner neuen Aufgaben steht dabei die Entwicklung von programmatischen Technologielösungen. Er berichtet vom Berliner Büro aus direkt an Shevlin.

„Mit Henning Strohschnieder stellen wir Geschäftspartnern und Kunden ab sofort einen erfahrenen Technologie-Experten zur Seite, der den programmatischen Markt in Deutschland seit vielen Jahren kennt und maßgeblich mit aufgebaut hat. Für IPONWEB wird er diese Expertise dazu nutzen, den D-A-CH-Markt durch strategische Partnerschaften und die Akquise von Neukunden gezielt auszubauen“, so Shevlin.

Strohschnieder wechselt zu Iponweb von einer bisherigen Position als Director Strategic Partnerships bei Meetrics.

Genauere Adblocker-Messung in Deutschland

Der BVDW gibt die aktuellen Adblocker-Statistiken bekannt.  Im vierten Quartal 2017 verzeichnete der Verband in seiner neu kalibrierten Messung einen Anteil 24,74 Prozent von Display-Ads, die von Nutzern auf dem Desktop geblockt wurden. Damit steigerte sich die Adblocker-Rate im Vergleich zum vorherigen Quartal um 0.71 Punkte. Im dritten Quartal 2017 hatte der Anteil bei 24,05 Prozent gelegen.

Der BVDW erklärt den leichten Anstieg allerdings mit der neuen Messmethode. „Der Markt muss den Output an ‚Bad Ads‘ verringern. Zu laute Spots oder zu hohe Bitraten sorgen dafür, dass nicht wenige Verbraucher weiterhin Adblocker installieren“, so Dirk Maurer, Stellvertretender Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im BVDW.

Statt wie bisher das Gesamtvolumen unberücksichtigt zu lassen, berechnet der BVDW nunmehr das Volumen der gemessenen Page Impressions sowie den geblockten Anteil. Außerdem werde über einen noch längeren Zeitraum als zuvor gemessen, um genauere Daten zu erheben. „Wir können nun einen noch genaueren Wert ausweisen, was uns leider zeigt, dass die Adblocker-Rate zuvor unterschätzt wurde“, sagt Maurer. „Die Branche muss besser darauf achten, weniger störende Werbung zu verbreiten.“

 

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