Adition und Spiegel experimentieren mit neuer Messmetrik; smart implementiert ads.txt

ExchangeWire bündelt die wichtigsten Nachrichten aus der Region DACH. Diese Woche: Adition und Spiegel Media bringen CpH-Messmetrik; Smart implementiert ads.txt; Ads.txt auch bei Fyber; Kooperation zwischen smartclip und emetriq; und Neue DACH-Chefin für Ligatus.

Messmetrik-Pilotprojekt von Adition und Spiegel Media.

Gemeinsam mit dem Spiegel hat der Ad Tech-Anbieter Adition ein Pilotprojekt zur Umsetzung einer neuen Messmetrik ins Leben gerufen: Über die Cost per Hour-Metrik soll digitale Werbung auf der Basis von Sichtbarkeitsdauer abgerechnet werden. Laut Adition eine qualitätsorientierte Ergänzung zu etablierten Abrechnungsmodellen wie TKP.

Laut Adition sind die herkömmlichen Sichtbarkeits-Schwellenwerte lediglich als rein technische Bestätigung wirksam, die belegt, dass eine Werbung gesehen werden konnte. Für Aussagen über die Kampagnenperformance und Werbewirkung seien diese jedoch nicht geeignet, weshalb kampagnen- und werbemittelspezifische KPIs mittlerweile verstärkt angewandt werden.

Hier will Adition mit der neuen Messmetrik ansetzen und die Verbindung von tatsächlicher Sichtbarkeitsdauer und Werbewirksamkeit messen, um Mediaplanung und Kampagnenoptimierung zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Adverification-Spezialisten batch entwickelt, ist die Cost per Hour eine neue technische Metrik, die die wirkliche Sichtbarkeitsdauer von Werbemitteln auf jeder einzelnen Platzierung sekundengenau trackt. Auf Basis der exakten Sichtbarkeitsdauer in Relation zu Stunden kann die Metrik sowohl als Buchungs- als auch als Abrechnungsgrundlage „CPH“ angewandt werden und somit die Werbemaßnahmen im Adition Adserver neben anderen Steuerungskriterien wie Targeting oder Frequency Capping jetzt auch mit spezifischen CPH-Kampagnenzielen eingebucht und ausgeliefert werden.

Jörg Klekamp, Adition

Jörg Klekamp, Vorstand, Adition: „Das CPH-Modell bietet Werbetreibenden wie auch Publishern und Vermarktern ein großes qualitatives Potenzial zum effektiveren und effizienteren Einsatz von Media und zur ROI-Optimierung. Gerade im qualitätsorientierten deutschen Markt ist die neue Metrik ein intelligentes Instrument für Publisher, um die Leistungskraft von Mediaangeboten deutlicher aufzuzeigen. Qualitative Kriterien wie Formate und Umfelder können jetzt über diese Metrik Berücksichtigung finden, wodurch das Yieldmanagement weitergehend optimiert werden kann.”

Mark-Olaf Winter, stellvertretender Leiter Digital und Business Development, Spiegel, ergänzt: „Eine nachhaltige Vermarktungsindustrie, in der Publisher wie Advertiser langfristig profitieren, muss Lösungen entwickeln, in denen Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit als Währung ebenso akzeptiert sind wie Impressions und Klicks. Cost per hour (CPH) ist eine alternative Kennziffer, die die tatsächliche Sichtbarkeit bzw. Betrachtungszeit eines Werbemittels als Dimension angibt und neue Metriken liefert, mit denen sich werblicher Erfolg besser planen lässt.“

Laut Adition untermauere bereits das Pilotprojekt, dass es einen deutlich positiven Zusammenhang zwischen Sichtbarkeitsdauer und Werbewirkung gibt.

Smart implementiert ads.txt für Domain-Überprüfung

Die Full-Stack-Monetarisierungsplattform Smart war von Anfang an Teil der ads.txt-Initiative. Das Unternehmen unterstützt nun das Anti-Ad-Fraud-Projekt des IAB: Ab dem 20. Dezember 2017 akzeptiert Smart nur noch Anfragen von Publishern, die ads.txt-konform sind. Nicht autorisierte Domains werden blockiert – eine neue Richtlinie, die von Smart als Reaktion auf die Nachfrage ihrer Partner nach dem von ads.txt verifizierten Inventar implementiert wurde.

Gorka Zarauz, Chief Quality Officer, Smart

„Gemeinsam mit wichtigen Anbietern auf der Demand-Seite ist Smart einer der branchenführenden ads.txt-Befürworter und bestärkt andere aktiv dabei, die Initiative zu implementieren”, sagt Zarauz. „Diese neue Initiative ist ein Meilenstein für Smart in unserem ständigen Bestreben, für Werbetreibende ausschließlich höchstqualitatives Inventar nachhaltig sicherzustellen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für die Umsetzung, um mit unserem Qualitätsanspruch voranzugehen.”

Für einen begrenzten Zeitraum wird Smart weiterhin Websites bereitstellen, die ads.txt noch nicht implementiert haben. Laut Smart crawlt das Unternehmen mehr als 300.000 Domains weltweit. Seit Mitte November enthielten mehr als 40.000 URLs einen gültigen ads.txt-Eintrag durch Smart, Tendenz steigend.

Ads.txt auch bei Fyber

Mit dem hauseigenen Keeping it Clean-Projekt hatte Fyber bereits erste Schritte zur Verbesserung der Inventarqualität unternommen. Nun schließt sich die SSP auch der ads.txt Initiative an. So stehe man in Kontakt mit den Partnern, um diesen die IAB-Initiative näher zu bringen. „60% unserer Top 1000 ads.txt-aktivierten Domains haben Fyber ihren ads.txt Files zugefügt”, sagt Ross Barasch, VP Demand, Fyber.

Neben den eigenen Plattformfiltern will Fyber zudem auch den Demand-Partnern mehr Kontrolle über die Inventarquellen geben, die ihnen vermittelt werden. So wurde das kürzlich freigegebene Demand-Nutzer-Interface so angepasst, dass die Advertiser beispielsweise ausschließlich Inventar von Publishern erhalten, die Fyber als bestätigten Reseller angeben.

Seit dem Start der Keeping it Clean-Initiative habe man so bereits die Video Traffic Execution um 60% steigen können. „Hoffentlich schließen sich andere Unternehmen der Initiative an, so dass sauberer und transparenter Traffic in unserer Industrie zur Norm wird”, so Barrasch.

smartclip kooperiert mit emetriq

Datenanbieter emetriq und Bewegtbildvermarkter smartclip wollen gemeinsam die Dateneffizienz steigern. Dazu wird smartclip im Rahmen einer strategischen Partnerschaft jetzt Kooperationspartner und Teil der Datenallianz von emetriq. Über die Kooperation ermöglicht smartclip eine noch relevantere Aussteuerung von Videowerbung je nach User-Interesse.

Um das Targeting zu optimieren, bindet smartclip die Daten von emetriq ein, die die Zuordnung relevanter Zielgruppen effizienter machen. „Anhand hochpräziser Segmente wollen wir in Abgrenzung zu den dominierenden US-Playern einen deutschen Standard für das Data Driven Advertising etablieren. Bei der Auswahl neuer Partner legen wir daher größten Wert darauf, dass sie den emetriq Datenpool nachhaltig stärken. Die Partnerschaft mit smartclip ist hierfür ein wichtiger Schritt“, so CEO und Co-Gründer Daniel Neuhaus.

Oliver Vesper, Geschäftsführer smartclip, kommentiert: „Dank unserer Partnerschaft mit emetriq sind wir in der Lage, unser bestehendes Targeting-Setup hinsichtlich Volumen, Qualität und Vielseitigkeit weiter auszubauen.“

„Wir erhalten für unsere Audience zusätzlich qualitativ hochwertige Merkmale, sodass die Balance zwischen Qualität und Reichweite immer besser herzustellen ist. Darüber hinaus können wir neue Datenprodukte und -innovationen schneller entwickeln und anbieten“, ergänzt Christian Potthoff, Director Data & Targeting smartclip.

Neue DACH-Chefin bei Ligatus

Liesbeth Mack-de Boer

Liesbeth Mack-de Boer übernimmt die Führung bei Ligatus Deutschland. Als Managing Director DACH ist Mack-de Boer ab Anfang des kommenden Jahres bei Ligatus verantwortlich für den strategischen Ausbau des bestehenden Kerngeschäfts sowie den Wachstumsbereich Programmatic Native in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Julien Mosse, COO, Ligatus: „Mit Liesbeth Mack-de Boer haben wir eine tatkräftige und empathische Persönlichkeit mit umfangreichen Vertriebskenntnissen und besonderem Know-How in der Entwicklung von vertrauensvollen und nachhaltigen Kundenbeziehungen für die Geschäftsführung gefunden. Angesichts ihrer Erfahrung in der Führung von großen Teams sowie ihrer Erfolge in unterschiedlichen Bereichen des Online- Marketings wird sie Ligatus mit ihrem Wissen und ihrer Expertise bereichern. Das gilt insbesondere für die Weiterentwicklung unserer high-quality Native Advertising-Lösungen für Werbetreibende und Publisher.”

Die Niederländerin war bisher Geschäftsführerin des Start-ups Energieausweis48, einem Tochterunternehmen von ImmobilienScout24.

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